Warten ist keine Option

Höhere Preise sind kein kurzfristiger Ausreißer. Wer auf sinkende Preise wartet, wartet möglicherweise bis 2028.

Die neue Realität im IT-Markt

Höhere Preise sind kein kurzfristiger Ausreißer. Wer auf sinkende Preise wartet, wartet möglicherweise bis 2028. In den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Gespräche mit Herstellern wie Lenovo, HP, Hewlett Packard Enterprise, Microsoft, Dell Technologies Intel und AMD geführt. Eine der häufigsten Fragen dabei lautet: Wann normalisieren sich die Preise für Speicher, Chips und Server wieder?

Unsere Einschätzung fällt inzwischen recht klar aus:

Die massiven Preissteigerungen der vergangenen Monate sind nicht nur eine Folge geopolitischer Unsicherheiten, kurzfristig erhöhter KI-Nachfrage oder einzelner Lieferengpässe. Der Treiber ist die weltweit explodierende Nachfrage nach Speicher- und Chipkapazitäten.

 

KI-Anbieter investieren in bisher nicht gekanntem Umfang in Rechenzentren. Gleichzeitig steigt der Bedarf in vielen anderen Branchen weiter an. Ob für autonomes Fahren oder Industrieautomatisierung, nahezu jede Branche benötigt heute mehr Rechenleistung, mehr Speicher und mehr Halbleiter.

Natürlich reagieren die Hersteller. Weltweit entstehen neue Fabriken und Produktionskapazitäten. Allerdings dauert der Bau moderner Chip- und Speicherwerke zwei bis drei Jahre.

 

Wir gehen aktuell davon aus, dass die angespannte Versorgungssituation und das erhöhte Preisniveau mindestens bis Ende 2027 bestehen bleiben könnten.

Was bedeutet das für den Mittelstand?

Aus unserer Sicht ist Warten keine Option. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr: „Wann werden die Systeme wieder günstiger?“

Sondern: „Wie nutzen wir neue Technologien so, dass sich die Investition trotzdem rechnet?“

Genau hier liegt die große Chance für den IT-Channel und die Systemhäuser.

Die Effizienzpotenziale durch Automatisierung, moderne Infrastruktur und KI-Anwendungen sind vielfach größer als die zusätzlichen Hardwarekosten. Gleichzeitig haben viele mittelständische Unternehmen bei Digitalisierung, Automatisierung und KI erheblichen Nachholbedarf.

 

Unsere Aufgabe verändert sich dadurch deutlich. Es geht künftig nicht mehr nur darum, Server auszutauschen oder Infrastruktur bereitzustellen. Es geht darum, Unternehmen durch den technologischen Wandel zu begleiten. Von Datenschutz und Sicherheit über digitale Souveränität bis hin zu konkreten KI-Anwendungsfällen.

 

KI darf nicht beim Chatbot zum schnelleren Googeln stehen bleiben. Der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo Prozesse automatisiert, Entscheidungen unterstützt und Produktivität nachhaltig gesteigert werden. Dafür braucht es Technologie.

 

Vor allem aber braucht es Beratung, Know-how und Vertrauen. Genau darin liegt die große Chance für unsere SYNAXON Partner und den deutschen IT-Channel.

 

Nicht die Hardware wird künftig den Unterschied machen. Sondern die Fähigkeit, den Mittelstand erfolgreich durch diese Transformation zu begleiten.

 

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf LinkedIn veröffentlicht.

Autor

Miguel Rodriguez

Vorstand SYNAXON

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